Wer erinnert sich nicht gerne an Mutters Suppen? Duftend und dampfend kamen sie meist in großen Schüsseln auf den Tisch  –  pures Glück in kalten Wintern. Für die Ernährungslehre haben findige Köche die alten Rezepte mit gesunden Gewürzen oder Omega-3-Fettsäuren aufgepeppt. Herausgekommen sind dabei Kreationen, die gesund sind und zum Schwelgen einladen. 

Gerade jetzt im Winter verlangt unser Körper nach Wärme und deftigen Speisen. Echter Ceylon-Zimt, Wacholder, Nelke, Vanille, Beifuß, Muskatnuss und weißer Salbei bieten Geschmack mit heilender und wärmender Wirkung. Genau das, was wir in den kalten Monaten brauchen. Wacholderbeeren helfen beispielsweise bei Diabetes mellitus, lindern Entzündungen der ableitenden Harnwege, stillen Hustenreiz und geben Hilfe bei saurem Aufstoßen, Sodbrennen und Völlegefühl.

Wenn wir zu diesen herzhaften Suppen Vollkornbrot reichen, bestrichen mit gewürztem Lein-, Walnuss- oder Rapsöl, dann haben wir etwas Gutes für unser Wohlbefinden getan. Diese Omega-3-Fettsäuren spielen in der Ernährung eine wichtige Rolle: Sie tragen dazu bei, dass die körpereigenen Schutzmechanismen gegen das Altern verbessert werden und haben viele weitere positive Wirkungen auf biologische Prozesse. In Beratungssitzungen habe ich oft zu hören bekommen, dass die Regenerationskraft nach körperlichen oder psychischen Anstrengungen unter der Einnahme von Omega-3-Fettsäuren viel besser ist, die Menschen damit auch gelassener und entspannter werden. Mit einer heißen Suppe und Omega-3 auf dem Brot könnte die Welt schon gleich viel besser aussehen. Studien belegen auch, dass sich bei verschiedenen Depressionsformen und Burnout Omega-3 bewährt hat. Der Serotonin-Spiegel wird dadurch erhöht. Und, was ja gerade Gegenstand aktueller Forschungen ist, ist der Effekt bei Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen bei Kindern und älteren Menschen. Beide Leistungskurven steigen unter Omega-3-Gabe deutlich an.

Doch nun zurück zu den Seelenwärmern: Ich könnte täglich auf dem Suppen-genuss-Pfad wandern. Hier ein Rezept aus dem Gral der nicht enden wollenden Köstlichkeiten.

Rote-Bete-Suppe mit Walnuss-Pesto und Hippiefrisur:

Für 4 Portionen:
4 Schalotten, 500g Rote Bete, 150g Knollensellerie, 40g Olivenöl, 100ml Weißwein, 180ml Apfelsaft, 600g Gemüsebrühe, 1.5 Äpfel, 1.5 El Zitronensaft, 70g Walnusskerne, 3 Blatt weißer Salbei, ½ Bund Dill, 100g Ziegenfrischkäse, nochmal ca. 3 El Olivenöl, Salz, Pfeffer, 250g Schlagsahne

Für die Hippiefrisur: 1 rote Bete Knolle, 1 Tl Kartoffelstärke, ca. 300ml Sonnenblumenöl

Zubereitung:

  1. Schalotten abziehen und fein würfeln. Rote Bete und Sellerie schälen, klein würfeln. 40g Olivenöl im Topf erhitzen, Schalotten, Rote Bete, und Sellerie darin anbraten. Nach 2-3 Minuten mit Wein und Saft ablöschen. Brühe dazu geben und alles zugedeckt 35 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.

  2. Etwas Zitronensaft auf ein Brettchen geben und die vorher geschälten Äpfel darauf würfeln. Mit dem Rest Zitronensaft mischen und beiseite stellen. 

  3. Für das Pesto die Nüsse grob hacken. Nüsse in einer schweren Pfanne ohne Fett anrösten. Dill abzupfen und mit Walnüssen und Ziegenkäse mischen und zerkleinern. Öl unterrühren, pfeffern und salzen.

  4. Äpfel und Sahne zur Suppe geben, 10 Minuten zusammen köcheln lassen und mit dem Stab pürieren. Durch ein Sieb jetzt in einen zweiten Topf geben – abschmecken  –  warm halten.

  5. Für die Frisur Rote Bete schälen und in sehr feine Streifen schneiden oder hobeln, trocken tupfen und mit Stärke bestäuben. Salbei ebenso fein schneiden und bestäuben. Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen und die vorher gut gemischten Streifen darin ultrakross ausbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Suppe anrichten und mit Walnuss-Pesto und Hippiefrisur (frische Dillblättchen ins Haar) servieren.

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