Trinken, Trinken, Trinken

Aber was? 

Ein Thema zu dem ich in jedem Seminar befragt werde. Oft reicht die Zeit nicht aus, es erschöpfend zu beantworten. So viele Aspekte sind da zu berücksichtigen. Um es auf einen Nenner zu bringen, empfehle ich: Rein und lebendig statt belastet und tot  –  gerade und besonders für Goldies! Holen wir etwas weiter aus, so stellen wir fest, dass das wichtigste Mittel, dass wir zum Leben brauchen, der Sauerstoff ist. Ohne ihn können wir vielleicht zwei Minuten überleben. An zweiter Stelle kommt dann bereits das Wasser, erst dann kommen Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Mineralien usw.. Umso erstaunlicher ist es wie achtlos wir mit der Ressource Wasser umgehen: Verschmutzung der Meere, Gewässer und des Grundwassers. Eine neo-liberale Ökonomisierung des Trinkwassers war schon zum Jahrtausendwechsel Thema an verschiedenen Universitäten. Ich selbst konnte in Gießen noch eine Vorlesung dazu besuchen. Was wir uns haben alles einreden lassen bzgl. Reinem Trinkwasser versus Mineralwasser. Die Lebensmittelkonzerne schoben die Mineralienwerbemaschine heftig an und den Fachleuten ist längst klar, wie wenig wir alle über das Medium Wasser wissen. Erst ganz allmählich beginnen Naturwissenschaften sich einen Reim darauf zu machen, wie physikalische Anomalien im Wasser entstehen und das Wasser auch eine Funktion als Informationsspeicher hat. Das Thema Wasser ist also facettenreich. Fragen wir uns einmal, welches Wasser wohl empfehlenswert ist, so kommen wir, wie schon bei anderen Themen, auf das Konzept der Natur. Ohne moderne Landwirtschaft hätten wir noch sehr reines Oberflächenwasser. Dieses Wasser wäre dann samtweich und arm an Mineralien. „Arm an Mineralien?“ „Ist das denn gesund?“ Pflanzen sind es, die die Mineralien für uns aufbereiten, sodass wir sie besser verstoffwechseln können. Den Unterschied nennt man „organisch gebunden“ zu „anorganisch gebunden“. In fast jeder IHK-Prüfung und in den ersten Semestern der Public Health-Studiengänge wird das abgefragt. Mineralien können wir nur zu einem gewissen Teil aus Wasser aufnehmen. Für die Aufnahme eignen sich viel mehr Pflanzen, also Obst und Gemüse.

Der zweite Aspekt ist, dass Wasser früher eine klar geformte Clusterstruktur besaß (Kristallgebilde aus einzelnen H2O-Molekülen). „Wasser ist Leben“ sagt man und viele Menschen gehen noch heute ins Hochgebirge über 2000 Meter und trinken dort reines Bergquellwasser, ein Wasser das frei mäandert und ohne Druck (artesisch) an die Oberfläche gelangt. Dieses Wasser ist lebendig und hat schöne Clusterstrukturen. Leitungswasser hingegen ist nur so sauber, wie man es testet. In manchen Städten wird das Trinkwasser mit Uferfiltrat aus Flüssen gemischt und hat teilweise eine mehr als bedenkenswerte Qualität. Zudem muss es unter Druck soldatisch geradeaus und im rechten Winkel fließen, ein weiterer Grund für die Zerstörung von Clusterstrukturen. In natürlichen Gewässern hat Wasser zudem immer Kontakt zum Gesteinsuntergrund (Naturkontakt). Diese bestehen zu etwa 70% aus Mineralien der Quarzgruppe. Wie bekannt ist und wir von der Quarz-Uhr kennen, schwingen diese Mineralien in einer bestimmten Frequenz, die zur Taktung von Quarzuhren genutzt wird. Und genau diese Schwingungen übertragen die Quarzgesteine auch auf unser Wasser. Unsere Ahnen tranken über Millionen von Jahren aus Bächen, Flüssen und Seen. Ihr Trinkwasser war
1. Völlig rein
2. arm an darin gelösten anorganischen Mineralien und Spurenelementen
3. und hatte eine natürliche und klar geformte Clusterstruktur (wie wir es heute noch von Bergquellwasser aus artesischen Quellen kennen).
Mit der Industriekultur begann die Verschmutzung. Mit der Marketing-Strategie die Verherrlichung des Mineralwassers. Wie viele Studien beweisen (u.a. Prof. Dr. H. Heseker, Universität Paderborn) sind Mineralien kaum bioverfügbar und auch Leitungswasser ist oft nicht geeignet. Der Wettstreit um Trinkwasser zwischen Trinkwasser aus der Leitung und Mineralwasser ist ein Schaukampf um Marktanteile.
Fazit: An den Bedürfnissen unseres Körpers nach einem für ihn artgerechten Trinkwasser hat sich im Laufe der Jahrtausende nichts geändert. Unser tägliches Wasser sollte rein, mineralarm, von guter Clusterstruktur und damit lebendig sein. Der Biomarkt hat das schon lange im Sortiment. Und wenn Wasser wirklich Grundrecht ist, was ich denke, so muss es eine weltweite Deökonomisierung der Wasserversorgung geben, das mit Verboten für das Aufkaufen von Quellen durchgesetzt werden sollte. Zugang zu wirklich reinem Trinkwasser nach den genannten Kriterien sollte selbstverständliches Menschenrecht sein.

Sauberes und leeres (mineralarmes) Wasser erhalten wir am Rand von Gebirgen wie im Schwarzwald, Odenwald, Spessart, Westerwald, Siebengebirge, Bayrischer Wald, Erzgebirge, Harz und natürlich in den Zentralalpen.

Ich danke Herrn Dr. Markus Strauss für seine Ausführungen in seinem Buch „Artgerecht“

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